In San Francisco angekommen, wurden wir freudestrahlend von Petra und Uwe am Flughafen abgeholt. Zu Hause in der East Bay angekommen erwartete uns ein liebevoll eingerichtetes Gaestezimmer im Shabby Look, das uns an unser Weihnachtscottage in Dunedin erinnerte. Wir fuehlten uns sofort wohl und es war schoen zu wissen, wieder fuer laengere Zeit an ein und demselben Ort zu bleiben. Gleichzeitig war es fuer uns auch ein komisches Gefuehl, da wir es von den letzten Monaten gewoehnt waren, jeden Tag zu reisen und etwas neues zu sehen bzw. erleben. Worauf wir uns allerdings am meisten gefreut hatten, war mal wieder in einer gut ausgestatteten und grossen Kueche zu kochen. Das haben wir dann auch gleich voll ausgenutzt und (fast) jeden Abend ein neues Festmahl gezaubert.
Unser erster gemeinsamer Ausflug ging in das ca. 1 Autostunde entfernte Napa Valley, wo wir die vielen verschiedenen Weingueter besichtigen wollten. Schon vor Beginn unserer Weltreise hatten wir geplant in Australien oder Neuseeland mal an einer Weinprobe teilzunhemen, allerdings hatte sich bisher nie die richtige Gelegenheit ergeben, so dass wir es weiterhin aufgeschoben hatten. Im Napa Valley angekommen, fanden wir eine grosse Auswahl an Wineries, viel zu viele, um sich alle anzuschauen. Deshalb verliessen wir uns auf Uwe und Petra, die schon einmal hier gewesen waren und wussten, bei welchen Wineries ein Besuch besonders lohnenswert ist.
Als erstes besuchten wir die Sattui Winery, ein kleiner, familiengeführter Betrieb in vierter Generation, der als einer der wenigen Weingüter in Amerika die gesamte Weinproduktion im Direktverkauf anbietet. Im Vorraum der Winery befand sich ein kleiner Delikatessenmarkt, mit vielen verschiedenen Leckereien. Gluecklicherweise waren wir vorher schon etwas essen, ansonsten waeren wir hier schon eine Menge Geld losgeworden.
Zusammen gingen wir an die Bar und begannen mit unserer ersten Weinprobe. Wir hatten eine Liste von ca. 10 verschiedenen Rot- und Weissweinen, von denen wir uns 5 zum Probieren aussuchen durften. Es hat wirklich Spass gemacht die unterschiedlichen Weine zu testen und leicht beschwippst (Franzi) verliessen wir die Sattui Winery.
Unser nächstes Ziel waren die Weingüter von Robert Mondavi und Francis Ford Coppola.
Besonders beeindruckend fanden wir das Anwesen von Francis Ford Coppola, in dessen Mitte sich ein herrschaftliches Chateau befindet. Das 1880 erbaute Gebaeude beherbergt neben den Weinkellern, ein Museum und eine Ausstellung von Filmrequisiten. Ausserdem konnte man, neben der Besichtigung des Anwesens, in der Wine Bar die Weine in gediegener Stimmung probieren.
Mittlerweile war es spaet geworden und wir suchten noch ein letztes Weingut auf, um noch einige Weine zu kosten. Kurz vor Schliessung der Weinbar kauften wir uns noch 3 Flaschen guten Wein, den wir mit nach Hause nahmen. Jetzt sind wir richtige Weinkenner und Billigfusel kommt bei uns nicht mehr auf den Tisch.
Am naechsten Tag fuhren wir in die Universitaetsstadt Berkley, die bei keinem SF-Besuch fehlen darf. Hier wimmelt es nur so von jungen Leuten und es macht unheimlich viel Spass durch die kleine, gemuetliche Telegraph Ave zu schlendern. Hier kann man unter anderem bei Amoeba Records stundenlang nach Musik stoebern und auch richtige Schaetze finden. Gesagt getan: Mit sechs CD’s, die wir guenstig geschossen hatten, verliessen wir den Laden und waren happy.
Da in San Francisco eigentlich immer gute Konzerte stattfinden, hatten wir uns gleich zu Anfang ueber Events in der Stadt informiert. Olli fand heraus, dass eine seiner Lieblingsbands (NOMO) am 2. Februar im Bottom Of The Hill Club spielten. Bevor wir uns auf den Weg zum Konzert machten, statteten wir dem San Francisco Museum Of Modern Art einen Besuch ab. Jeden ersten Dienstag im Monat bieten viele grosse Museen freien Eintritt an, was auch von vielen Menschen hier genutzt wird. Die verschiedenen Ausstellungen verteilen sich ueber 4 Stockwerke und es ist sicher fuer jeden Geschmack etwas dabei. Nach einem typisch amerikanischen Imbiss fuhren wir zum Club und erlebten dort einen sehr ausgelassenen, tanzlastigen Abend. Auch wenn man denkt, dass man nicht mehr kann, laesst diese Musik einen einfach nicht stillstehen.
Aber hoert selbst:



































































